RVG-Fälle: Kampf um Gebühren

Anforderungen für eine erhöhte Gebühr statt gesetzlicher Gebühr

Rechtsanwälten bereitet es immer wieder Probleme, Schwierigkeit und Umfang einer Sache richtig einzuordnen und dementsprechend angemessen abzurechnen. Deshalb ist der folgende Fall vielleicht ganz nützlich für Sie. Sie erfahren exemplarisch, was bei der Vorbereitung und Teilnahme an einer Revisionshauptverhandlung ganz konkret zu einer erhöhten Gebühr geführt hat.

Klicken Sie hier und nutzen Sie die Beispiele für die Einordnung Ihrer eigenen Fälle.

Terminsgebühr kann auch ohne förmliche Ladung und Aufruf entstehen

Ihr Kollege durfte sich in diesem aktuellen Kostenrechtsfall nachträglich über eine Terminsgebühr in Höhe von 863,46 Euro freuen, die ihm die Vorinstanz noch abgesprochen hatte. Die Gegenseite hatte angeführt, dass ohne förmliche Ladung und ausdrücklichen Aufruf keine Terminsgebühr entstehe. Das OVG NRW stellt aber nun klar, dass Ladung und Aufruf auch konkludent möglich sind.

Lesen Sie hier die die Details zur Entscheidung des OVG NRW vom 6.5.2015.

OLG spektakulär: Vorgerichtliche Anwaltskosten auch bei einfachen Fällen erstattungsfähig

Ein höchst umstrittenes Thema nach Verkehrsunfällen: Wann kann ein Mandant die vorgerichtlichen Rechtsanwaltsgebühren gegenüber einer Versicherung ersetzt verlangen? Auf Anregung unserer Leser (vielen Dank für den Hinweis!) stellen wir Ihnen heute ein aktuelles OLG-Urteil vor, das sich eindeutig für die Erstattungsfähigkeit ausspricht.

Lesen Sie hier das Urteil des OLG Frankfurt vom 2.12.2014.

Vergütungsvereinbarung: Anwaltstätigkeit genau darlegen

Schließen Sie mit Ihrem Mandanten eine Vergütungsvereinbarung, muss eindeutig feststehen, für welche Anwaltstätigkeiten genau eine höhere als die gesetzliche Vergütung gezahlt werden soll. Es erfordert außerdem eine entsprechende Vereinbarung, wenn ein anwaltliches Zeithonorar im 15-Minuten-Takt abgerechnet wird.

Lesen Sie dazu die wichtigsten Fakten der Entscheidung des OLG Karlsruhe vom 28.8.2014